»Unser Wein definiert sich vor
allem durch den Boden, auf
dem er wächst.«
Phillip Zull

Schrattenthal
kleinste Weinstadt Österreichs, liegt im nordwestlichen Weinviertel, unweit der Grenze zum Waldviertel und Tschechien, 80 km nordwestlich von Wien
Breite – 48°42‘ nördlich
(etwa am selben Breitengrad wie das französische Weinbaugebiet Elsass)
Länge – 15°54‘ östlich
Höhe – 265 m über dem Meeresspiegel

Niederschlag
430 mm / Jahr (eine der trockensten Regionen Österreichs)
Temperatur – ø 9,2°C / Jahr
Sonnenstunden – ø 1.800 / Jahr
Wind – meist leicht aus Nordwest, vom Waldviertel kommend (daher selten nebelig, was die Pilzgefahr reduziert)

Molasseböden, die durch das Urmeer »Paratethys« vor ca. 30 Mio. Jahren entstanden sind. Hier bestehen Ablagerungen wie Ton, Silt aber auch Sand. An den östlichen Hängen findet sich teilweise auch Löss – feiner Flugsand, der während der letzten Eiszeit angeweht wurde. z.B.
Ödfeld – 1,73 ha
Äussere Bergen – 2,26 ha
Sechs Vierteln – 4,44 ha

Urgesteinsverwitterungsböden aus dem Granit der Böhmischen Masse (Manhartsberg), ca. 350 Mio. Jahre altes Gestein. z. B.
Innere Bergen – 3,78 ha
Kalvarienberg – 0,84 ha
Steinbreiten – 0,73 ha

Seltener sind die kalkhaltigen schweren Ton- bzw.
Lehmböden, die sich am Fuße des Manhartsbergs
festgesetzt haben. Dieser wurde in der Zeit, als das Urmeer das Retzer Land bedeckte, zur Küste. z.b.
Siebzehn Lehen – 0,41 ha
Neubergen – 0,31 ha
Schwibbeln – 0,43 ha

Authentischen Wein mit Seele zu machen, bedeutet, uns auf die vorgegebenen Bedingungen der Natur einzulassen. Erdig und traditions­bewusst, bedacht auf natürliche Ressourcen und in­mitten einer herrlichen Landschaft bringen wir den Wein hervor, der auf Millionen Jahre alten Böden wächst. Dabei scheuen wir keinen Auf­wand, um selbst nach jahrzehntelanger Erfahrung immer wieder Qualität und Ergebnis aufs Neue zu prüfen und zu hinterfragen.

  • 18.3027 Ha Weingärten – entsprechen ca. 76.800 Reben (in Schrattenthal und Retz), aufgeteilt auf
  • 25 Parzellen mit überwiegend mittelhohem Erziehungssystem und Einbogenschnitt
  • 18.000 Arbeitsstunden – fallen jährlich an, was neun Vollzeitarbeitsplätzen entspricht
  • 70 % Weisswein
  • 30 % Rotwein
  • 120.000 Bouteillen – Produktion jährlich (0,75l Flaschen)

Bei uns lassen trockene, heiße Sommertage die Reben tief wurzeln, die kalten Nächte während der Reifeperiode geben den Trauben ihr spezielles Aroma. Der angrenzende Manhartsberg schützt die sanften Hügel der Weingärten vor kalten Winden und lässt so die Trauben optimal reifen. Jeder Garten der 18 ha umfassenden Zull‘schen Lagen hat seine Eigenheit. Der Riesling wird rund um Schrattenthal auf mineralischem Urgestein kultiviert. An einigen Stellen misst die Humusschicht nur 20 cm, direkt darunter liegt der wärmende Granit, der dem Riesling seine Feingliedrigkeit verleiht. Ebenfalls in Schrattenthal liegen die sandigen Lößgründe mit guter Wasserführung, ideal für den Grünen Veltliner und Rotweine. Die tonhaltigen Lehmböden der Rieden in Retz sind wie geschaffen für das volle Aroma von Burgunder und Chardonnay.

Wir verzichten auf Herbizide und Kunstdünger, werdenden nützlingsschonende Pflanzenschutzmittel und setzen auf mechanische Unkrautbekämpfung.

LUFT.
ERDE.
WASSER.
ZULL.

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